ABC-ErkKw

Der ABC-Erkundungskraftwagen (kurz: ABC-ErkKW) bzw. ABC-Erkunder wird im Rahmen des Katastrophenschutzes verwendet und wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beschafft und den Ländern zugeordnet, die es wiederum den einzelnen Standorten zuweisen. Das Fahrzeug ist das einzige ABC-Spürfahrzeug das bundesweit einheitlich beschafft wurde und wird. Es wird von vier Mann bedient (Fahrzeugführer, Fahrer und 1 Messtrupp), verfügt über einen Allradantrieb und hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen (nach der Aufrüstung 2009 aufgelastet auf 4,0 Tonnen). Seit dem Frühjahr 2009 werden die Fahrzeuge aufgerüstet; dies beschränkt sich im Wesentlichen auf die Ausstattung mit technisch aktueller Computer-Hard- und -Software, eine Anpassung des radiologischen Messsystems an die neuen Messgrößen im Strahlenschutz und eine veränderte Führung der Probenahmeleitungen, sowie ein erweitertes Set zur Entnahme von Proben.

Aufgaben

Aufgaben des ABC-Erkunders sind:

  • Detektion von radiologischen und chemischen Kontaminationen
  • Identifikation einzelner chemischer Gefahr- und Kampfstoffe
  • Kontaminationsbelastung mit radioaktiven Stoffen messen.
  • Kennzeichnen kontaminierter Gebiete
  • Unterstützung anderer ABC-Abwehrkomponenten des Katastrophenschutzes
  • Probenahme (Luft-,Boden- und Bewuchs- sowie Wasserproben)

Vornehmliche Taktik im Fahr-Betrieb ist das so genannte Grenzmessen, d.h. es wird mit dem Fahrzeug solang in die Richtung des Einsatzorts gefahren, bis die Gefahrenschwelle erreicht wird. Danach wird gewendet und ein neue Zugangsmöglichkeit zum Einsatzort gesucht. Somit kann der kontaminierte Bereich eingegrenzt werden. Das direkte Einfahren in den Gefahrenbereich (z.B. möglich mit Spürpanzer) ist aufgrund des fehlenden Insassenschutzes gegen ABC-Stoffe nur einmalig möglich, da danach eine aufwendige Dekontamination des gesamten Fahrzeugs und der Ausrüstung vonnöten wäre. 
Werden die Messgeräte abgesetzt (d.h. außerhalb des Fahrzeugs) betrieben, können vom Messtrupp unter entsprechender Schutzkleidung örtliche Gefahrenquellen wie zum Beispiel Leckagen gesucht werden.

Quelle: Wikipedia